Das menschliche Gehirn ist ein hochkomplexes Organ. Es besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die über Synapsen miteinander verknüpft sind. Wenn der Mensch etwas lernt, dann werden alte Verknüpfungen zerstört und neue generiert, um das Erlernte im Gedächtnis zu behalten. Wie diese Verknüpfungen und komplexen Nervennetze tatsächlich funktionieren und ein Bewusstsein schaffen, ist der modernen Wissenschaft noch nicht bekannt. Doch man kann bereits komplexe Gedankenmuster und Bewusstseinsphänomene beschreiben. Zum Beispiel kann man die Hintergründe von Trauminhalten deuten.
Träume erlauben einen Einblick in nicht mehr bewusste Erinnerungen. Man geht davon aus, dass der Mensch die meisten aufgenommenen Informationen im Gehirn speichert. Das heißt, der Großteil aller Eindrücke, die jemals gehört, gesehen, gerochen oder ertastet werden, ist im Gehirn abgelegt. Allerdings werden nicht alle dieser Informationen bewusst verarbeitet, da man ansonsten an einer Reizüberflutung leiden würde.
Beim Träumen treten viele Dinge zutage, die man nur unterbewusst abgespeichert hat. Somit werden auch viele Konflikte deutlich, die ansonsten nicht wahrgenommen werden. Diese Konflikte sind einem zwar nicht bewusst, aber dennoch können sie das persönliche Befinden beeinflussen. Daher kann man mit der Traumdeutung diese Konflikte erkennen und später verarbeiten, wenn man sich an den Inhalt des Traumes nach dem Schlaf noch erinnern kann. Das ist meistens nicht der Fall, daher ist die Traumdeutung oft schwierig. Ansonsten kann man den Inhalt des Traumes und dessen Bedeutung in einem Traum Lexikon nachschlagen. Eine Alternative dazu wurde mit der Psychoanalyse entwickelt. Bei dieser Analyse führt ein Psychiater den Patienten in sein Unterbewusstsein, um unbewusste Konflikte zu erkennen und so zu helfen, diese zu lösen.